FAQ Beglaubigte Übersetzungen

Beglaubigte Übersetzungen

Kurz erklärt – Schnell verstanden.

 



  • 1.FAQ Beglaubigte Übersetzungen
  • Warum gibt es beeidigte / ermächtigte Übersetzer?
    11-01-2017

    In Deutschland ist der Beruf des Übersetzers nicht geschützt.

    Jeder, der sich für qualifiziert hält, darf Übersetzungen anbieten. Die Folgen sind vor allem im juristischen Umfeld (Immobilienkauf, Firmengründung, Gerichtsverhandlungen) oft unerfreulich und manchmal kostspielig.
    Um ein Maximum an Genauigkeit zu gewährleisten, verlangen deshalb gerade Behörden oft beglaubigte Übersetzungen, die nur von öffentlich anerkannten, beeidigten oder ermächtigten Übersetzern angefertigt werden dürfen.

    Diese wurden vom Präsidenten des Landgerichts ihres Wohnorts bestellt und werden dann in den Dolmetscher- und Übersetzerlisten, die bei den Landgerichten vorliegen, geführt. Sie sind autorisiert, beglaubigte Übersetzungen anzufertigen.

  • Wie genau lautet Ihre Berufsbezeichnung?
    11-01-2017

    Ich bin Übersetzerin für englisch und spanisch, staatlich geprüft und beeidigt beim Landgericht München I. Ich bin keine Dolmetscherin.

  • Dolmetscher und Übersetzer: Wo liegt der Unterschied?
    13-01-2017

    Der Übersetzer überträgt schriftlich von einer Sprache in die andere, der Dolmetscher mündlich. Dolmetscher haben meist eine andere oder zusätzliche Ausbildung mit anderen inhaltlichen Schwerpunkten absolviert als Übersetzer.

  • Wie werden beglaubigte Übersetzungen ausgefertigt?
    13-01-2017

    Der Übersetzer bestätigt mit Namensstempel und Unterschrift die Korrektheit und Vollständigkeit der Übersetzung und die Übereinstimmung mit der Textvorlage. Die Übersetzung wird mit der Textvorlage “untrennbar” verbunden, beispielsweise mit Klammer und Klebesiegel. In Bayern vermerkt der Übersetzer, dass er in diesem Bundesland vereidigt wurde, Ausgangssprache, Ort und Datum und unterzeichnet.

    Beglaubigte Übersetzungen sind nur gültig mit dem Original- Stempelabdruck des Übersetzers und können nicht als e-Mail versandt werden.

    Mit der „Beglaubigung“ wird die Korrektheit der Übersetzung bestätigt. Ein Übersetzer beurkundet jedoch keine Dokumente in der Form, wie dies bei einem Notar oder einer Behörde geschieht.

  • Brauchen Sie Original-Dokumente?
    13-01-2017

    Grundsätzlich nein, denn da, wie unter Punkt 4 beschrieben, keine Dokumente beglaubigt werden, sondern die Korrektheit der Übersetzung bestätigt wird, ist grundsätzlich nur entscheidend, dass die Ausgangstexte komplett vorliegen und einwandfrei lesbar ist. In einem Begleitblatt wird vermerkt, ob das Original, eine beglaubigte Kopie oder eine normale Kopie vorlag. In vielen Fällen müssen die Originale aber aus dem einfachen Grund der Lesbarkeit vorgelegt werden, weil z. B. Urkunden auf speziellem Papier ausgestellt wurden oder mit einer Vielzahl von Stempeln versehen sind, die übersetzt oder zumindest sinngemäß wiedergeben werden müssen, und diese in Kopie meist nicht mehr einwandfrei zu deuten sind. Gerade ausländische Urkunden sind oft auch in besonderer Weise verbunden und können daher nicht per e-Mail oder Fax versandt werden.

  • Wie schicke ich Ihnen meine Original-Unterlagen zu?
    13-01-2017

    Am besten per Einschreiben / Einwurf. Diese Variante ist kostengünstiger, mit weniger Aufwand verbunden als ein Einschreiben mit Rückschein und hat den Vorteil, dass bei Abwesenheit des Empfängers die Unterlagen nicht bei der Post abgeholt werden müssen. Die Möglichkeit der Nachforschung bei Verlust ist auch bei Einschreiben / Einwurf gegeben. Gerade bei engen Zeitvorgaben empfiehlt sich auch die Rücksendung per Einschreiben / Einwurf. Sollte im Einzelfall ich den Nachweis benötigen, dass eine bestimmte berechtigte Person die Unterlagen erhalten hat, sende ich nach Absprache mit dem Kunden auf dessen Kosten die Unterlagen als Einschreiben / Rückschein.

  • Was versteht man unter einer Apostille / Legalisation?
    13-01-2017

    Eine Apostille ist eine Bestätigung der Beeidigung des Übersetzers, die vom Landgericht seines Wohnorts ausgestellt wird.
    Mit einer Legalisation wird die Echtheit einer ausländischen Urkunde bestätigt durch das Konsulat des Staates, in dem sie eingesetzt werden soll. Ein Sonderfall ist die „Haager Apostille“, mit der ebenfalls die Echtheit einer Urkunde bestätigt wird. Sie wird durch die Behörde des Staates, in dem sie ausgestellt wurde, ausgefertigt. Eine zusätzliche Bestätigung durch das Konsulat des Staates, in dem sie eingesetzt werden soll, ist dann aufgrund wechselseitiger völkerrechtlicher Verträge nicht mehr erforderlich.

  • Mit welchen Kosten darf ich bei Ihren beglaubigten Übersetzungen rechnen?
    13-01-2017

    Meine Zeilenpreise bewegen sich zwischen 1,00 € und 2,00 €, errechnet auf Basis von 55 Anschlägen des Zieltextes im Word-Format. Das Mindesthonorar für beglaubigte Übersetzungen beträgt 65,00 €, zzgl. MwSt.
    Gerade bei beglaubigten Übersetzungen (Zeugnisse, Bescheinigungen, etc.) sind jedoch die Ausgangstexte meist nicht elektronisch zählbar. Aus diesem Grund unterbreite ich, wann immer dies möglich ist, Festpreisangebote nach Abschätzung des voraussichtlichen Aufwands. Diese lassen sich zum Vergleich unschwer auf Zeilenpreise umrechnen, geben jedoch beiden Seiten im voraus maximale Kalkulationssicherheit – ohne böse Überraschungen für den Kunden oder versteckte Zusatzkosten. Verbindliche Angebote sind grundsätzlich erst nach Vorlage des gesamten Textumfangs möglich.

  • Sind beglaubigte Übersetzungen teurer als gewöhnliche?
    13-01-2017

    Nein, denn da ich keine „Rohübersetzungen”, Stehgreif-Übersetzungen, u. ä. anbiete, unterscheiden sich bei mir beglaubigte Übersetzungen weder qualitativ noch preislich von gewöhnlichen. Ich berechne nur die unter Punkt 10. genannten Kosten für Mehraufwand.

  • Berechnen Sie für die Beglaubigung Zusatzkosten?
    13-01-2017

    Für die Beglaubigung berechne ich pauschal pro Auftrag 15,00 € (meist 1 Dokument), zzgl. MwSt. Jedes weitere Dokument 8,00 €.

    Außerdem nach Rücksprache eventuell anfallende Kosten für Kuriere, Einschreiben mit Rückschein u.ä.

  • Wie schnell erhalte ich die Übersetzungen?
    13-01-2017

    In der Regel beträgt die Bearbeitungszeit ca. 3-5 Werktage

  • Wie funktioniert die Bezahlung?
    13-01-2017

    Sie erhalten eine Rechnung mit separat ausgewiesener Mehrwertsteuer und 10 Tagen Zahlungsziel. IBAN-Nummer, SWIFT-Code und Umsatzsteuer-Ident-Nr. befinden sich auf der Rechnung.

    Privatkunden bitte ich um Vorab-Überweisung auf das von mir benannte Konto.

    Sämtliche Preise sind Nettopreise, zzgl. MwSt.

  • Beglaubigen Sie auch Übersetzungen, die der Kunde oder ein anderer Übersetzer angefertigt hat?
    13-01-2017

    Grundsätzlich ja. In solchen Fällen prüfe ich die Übersetzungen und rechne dies nach Aufwand ab. Da bei beglaubigten Übersetzungen aber eine Vielzahl von Formalien zu berücksichtigen sind, steht die Ersparnis für den Kunden erfahrungsgemäß selten im Verhältnis zum Aufwand.

  • Wie berechnen Sie kleine Umfänge mit wenig Text (Bescheinigungen, etc.)?
    13-01-2017

    Für kleine Textumfänge einschl. Beglaubigung berechne ich ein Mindesthonorar von 65,00 €, zuzüglich Mehrwertsteuer (19%).

  • Werden Ihre beglaubigten Übersetzungen weltweit akzeptiert?
    13-01-2017

    Ja, sofern die unter Punkt 1 und 4 genannten Überlegungen zugrunde liegen. Da aber die Gesetzgebung der einzelnen Länder unterschiedlich ist und auch Änderungen unterliegt, rate ich grundsätzlich, beim Empfänger der Übersetzung Details für den jeweiligen Fall zu erfragen.

  • Übersetzen Sie auch englisch-spanisch und umgekehrt?
    13-01-2017

    Nein, denn meine Muttersprache ist deutsch, und unter dem Aspekt der Qualität und des zeitlichen Aufwands ist es nicht ratsam, “zwischen zwei Fremdsprachen” zu übersetzen.

  • Haben Sie bestimmte Fachgebiete?
    13-01-2017

    Ja, mein Schwerpunkt liegt bei Recht und Wirtschaft.