Die 59-Euro-Google Ads Kampagne

Wer heute als Unternehmer sein Angebot schnell bewerben möchte, landet unweigerlich beim Thema Google Ads.

Das ist auch gut so, denn es gibt eigentlich kein Werbeinstrument, mit dem sich so direkt, (theoretisch) einfach, zielgerichtet und vergleichsweise kostengünstig vermarkten lassen – und zwar mit sofort messbaren Resultaten.

Einziges Problem: Es muss zielgerichtet und professionell gemacht werden. Und dies scheitert in der Regel an Bewusstsein, Zeit, Wissen oder Talent.

Die Lösung: Einen Profi engagieren.

Wer heute im Netz recherchiert, wird regelrecht erschlagen im Dschungel von AdWords-Spezial-Agenturen, Full-Service-Anbietern und Freelancern, die ihre Dienste präsentieren rund um Kampagnen-Erstellung und Betreuung.

Die Vielfalt an Angebotspaketen und Preisen ist enorm, und mir fallen immer mal wieder „Einstiegsangebote“ auf, mit denen das Einrichten von Kampagnen irgendwo im zweistelligen Bereich angeboten wird. Ich nenne sie hier mal die „59-Euro-Kampagne“.

Das finde ich eigentlich richtig toll.

Denn grundsätzlich wirken diese Angebote attraktiv für all diejenigen, die mit kleinem Budget zielgerichtet werben möchten. Also die ideale Zielgruppe für AdWords-Werbung.

Ich bin ja von Haus aus sehr interessiert und neugierig,und lasse mich auch gerne vom Wettbewerb inspirieren. Deshalb stelle ich mir natürlich die Frage:

Was wird dabei eigentlich gemacht?

Wie sieht so eine „59 Euro-Kampagne“ aus, und  – jetzt tut`s gleich richtig weh! –, was bringt sie wohl?

Wir bemühen eben noch mal schnell Google und stellen fest:

Das Stundenhonorar eines Google Ads-Spezialisten bewegt sich offenbar in Deutschland zwischen 70,00 und 120,00 Euro – völlig unabhängig, ob derjenige in einer deutschen Metropole sitzt, oder auf dem platten Land bei Fuchs und Hase. Denn sein Stundensatz richtet sich entweder nach seinem Firmenkonstrukt und demzufolge Kosten, oder nach dem subjektiven Mehrwert, den er zu schaffen verspricht. Wer deutlich mehr berechnet, mag seine Gründe haben. Eine deutlich niedrigere Entlohnung könnte einen Kunden zum Nachdenken anregen.

So weit, so gut – und nochmal zurück zum Anfang.

Google Ads sind ein geniales und vergleichsweise kostengünstiges Werbemedium für große, kleine und Kleinstbudgets, machen aber nur Sinn, wenn man ansatzweise planvoll vorgeht.

Das Prinzip von Google Ads ist simpel:

Ein Unternehmer eröffnet ein Konto bei Google, textet Anzeigen und bucht die Schlüsselbegriffe ein, von denen er vermutet, dass Interessenten sie verwenden, wenn sie ein Angebot wie seines suchen. Das funktioniert wirklich. Versprochen.

Doch, nicht vergessen:

  • Der Sinn besteht nicht darin, möglichst oft eingeblendet zu werden. Ganz im Gegenteil.
  • Der Sinn besteht auch überhaupt nicht darin, möglichst oft Klicks auf die eigenen Anzeigen zu erhalten.
  • Der Sinn besteht einzig und allein darin, die Kampagnen exakt so aufzusetzen, dass ich mit möglichst jedem bezahlten Klick genau die Interessenten gewinne, die bei mir kaufen oder mich kontaktieren sollen. Und zwar nur die. Und zu dem Preis, den ich für akzeptabel halte – gemessen am Umsatz, den ich voraussichtlich durch besagte Klicks erzielen kann.

Klingt spannend und einleuchtend ?

Das macht übrigens auch sehr viel Spaß, sobald Erfolge sichtbar sind.

Damit diese Erfolge kommen, muss man aber ein paar Dinge erledigen, die nicht jedem und nicht immer Spaß machen, und – gerade am Anfang – nicht immer spannend sind:

Man muss anhand von Briefing und Vorgespräch mit dem Kunden möglichst genau eingrenzen, was beworben werden soll und für welche Zielgruppe. Was konkret bezweckt werden soll mit der Kampagne, und welches Budget eingesetzt werden kann. Das hat nichts mit hektischem Klicken zu tun, sondern mit Hirn, Empathie, der Fähigkeit, Kundenbelange zu begreifen und guten Ideen.

Dafür benötige ich min. 30 Minuten, eher eine Stunde.

Wenn ich online werben möchte, muss ich mein Wettbewerbsumfeld kennen.

30 Minuten sind dafür sicher zu knapp bemessen, aber ich lasse sie der Form halber mal hier stehen.

Und jetzt kommt`s richtig dick:

Viel wichtiger als flotte Anzeigen und ein paar Keywords sind meiner Meinung nach die auszuschließenden Keywords, d.h. die Begriffe, unter denen ich keinesfalls eingeblendet werden möchte, damit ich nicht völlig unnötig Geld verbrenne. Für diesen Part kann man durchaus min. 30 Minuten, gerne auch in Summe 1 Stunde einplanen.

Und, wir stellen erschüttert fest:

Bisher ist noch keine Anzeige getextet.

Dafür planen wir durchaus nochmal 1 Stunde ein, für idealerweise 2 Anzeigen, die sich deutlich inhaltlich und in der Tonalität unterscheiden, plus evtl. Anruferweiterungen, Preiserweiterungen, Sitelinks und sonstige „Nebenpfade“, über die wir das Angebot geschickt präsentieren können.

Kleiner Tipp: Wer jemals die scheinbar perfekte Anzeige formuliert hat, und feststellen muss, dass sie wegen einem ! (1) Zeichen Überlänge nicht vom System akzeptiert wird, bekommt schnell ein anderes Bewusstsein für Arbeitszeit 🙂

Oh, ehe ich es vergesse:

AdWords Kampagnen machen nur Sinn, wenn einige Stunden bzw. Tage, nachdem die Kampagne gestartet wurde, Ergebnisse überprüft und weiter optimiert wird. Macht nochmal 30 Minuten bis 1 Stunde – für den Anfang. Eine Optimierung zieht sich, je nach Thema und Traffic, über mindestens 2 Wochen, aber eher 3 Monate.

Wie lautete gleich die Ausgangsfrage?

Stimmt: Die 59 Euro-Kampagne, die mich so fasziniert hat.

Gut, ich vergaß das Zauberwort, das so einiges ändert – eigentlich fast alles: Gutschein.

Ja, das heißgeliebte Einsteiger-Startguthaben für AdWords-Neukunden. Der macht das Ganze natürlich besonders appetitlich, sorgt allerdings vielleicht schon wenig später für lästiges Sodbrennen. Denn falls ein Dilettant am Werk war, ist das Startguthaben  in zwei Stunden ohne Ergebnis „abgeklickt“.

Und dann?

Da muss ein Werbekunde schon sehr unwissend oder sehr verblendet sein, und die Agentur sich mächtig ins Zeug legen, um den Kunden anschließend bei Laune zu halten. Und ich ahne, dass man nicht immer mit schönen Graphiken und Reports ausbleibende Resultate wegdiskutieren kann …

Für alle Neugieren, Zweifler und Sicherheitsbewussten gibt`s auch bei mir ein Schnupper-Einstiegspaket mit Erstoptimierung nach Erstellung.

Zugegeben: Dieses Angebot kostet zwar mehr als 59,00 Euro,  bringt aber die sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass Erfolge greifbar nah sind 🙂

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