Du oder Sie?

Ob Existenzgründung, Website-Relaunch oder Neu-Konzeption:

Sobald ein Unternehmer im Netz präsent wird, steht er vor der wichtigen Frage:

Wie spreche ich meine künftigen Kunden an?

Früher schien das ziemlich einfach:

Ein Anwalt siezt, ein Therapeut könnte duzen.

Und alle anderen siezen von Haus aus.

Das war einmal – und heute ist alles anders.

Die Frage orientiert sich längst nicht mehr nur an der Branche – sondern an der Zielgruppe, dem konkreten Angebot und der Art und Weise, wie man oder frau ihren Wunschkunden entgegentreten und von potenziellen Auftraggebern wahrgenommen werden möchte.

Für die richtige Entscheidung sind ein paar Überlegungen hilfreich:

  • Welche Werte sind mir als Unternehmer wichtig?
  • Was treibt mich an?
  • Wie möchte ich den Erstkontakt gestalten – und wie in der Projektphase kommunizieren? 
  • Passt die Entscheidung zu meiner Marke, meiner CI und spiegelt sie meinen Gesamtauftritt wieder?
  • Wie “ticken” meine Auftraggeber? 

Und hinter allen sachlichen und fachlichen Überlegungen sollte auch das Bauchgefühl nicht zu kurz kommen.

Weniger entscheidend ist heute das Preissegment, in dem man sich bewegt.

Billig-Anbieter vieler Produkte und Dienstleistungen siezen gerne unbeirrt weiter – wohingegen mancher Anwalt gleich auf der Startseite seine künftigen Mandanten mit einem warmen Du abholt.

Gar keine Rolle spielen sollten Ängste wie mangelnde Wertschätzung, falls man sich bei der Akquise für das Du entscheidet – und es möglicherweise sogar beibehält. Wertschätzung hat nichts mit Förmlichkeiten zu tun, und auch eine “Siez-Beziehung” garantiert keine zufriedenstellende Auftragsabwicklung, sondern kann, im Gegenteil, durchaus in einer katastrophalen Geschäftsbeziehung enden 🙂

 

 

 

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